Wie kommt mein Gerät zu Ihnen?
So, wie wir es vorher mit Ihnen vereinbaren. Zuerst kommt das Gespräch, dann folgen Unterlagen und Auftrag, und erst danach das Gerät. Das dient Ihrem Schutz, denn ohne Auftrag trägt niemand die Verantwortung für Ihr Gerät. Pakete, die unangekündigt eintreffen, nehmen wir deshalb nicht an.
Was sollte vor der Untersuchung eines Dienstrechners beachtet werden?
Lassen Sie die eigene IT nicht auf dem Rechner suchen, installieren Sie keine Prüfsoftware und setzen Sie nichts neu auf. Notieren Sie den Zustand mit Datum und Uhrzeit und halten Sie Kennwörter und Wiederherstellungsschlüssel bereit, etwa für BitLocker. Ist der Rechner noch eingeschaltet, rufen Sie bitte vorher an.
Wann darf ein Diensthandy forensisch untersucht werden?
Öfter, als viele denken, doch es kommt auf den Einzelfall an: ob private Nutzung erlaubt ist, welche Anhaltspunkte es gibt und ob ein Betriebsrat beteiligt werden muss. Entscheiden muss Ihr Unternehmen mit seinen Beratern. Wir zeigen Ihnen, was technisch möglich ist und worauf es ankommt, damit die Entscheidung auf einer belastbaren Grundlage steht.
Was bedeutet die Zwei-Wochen-Frist bei einer fristlosen Kündigung für die Untersuchung?
Eine außerordentliche Kündigung muss innerhalb von zwei Wochen erklärt werden, nachdem der Arbeitgeber die maßgebenden Tatsachen kennt (§ 626 Abs. 2 BGB). Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts beginnt die Frist erst, wenn der Sachverhalt hinreichend aufgeklärt ist, solange die Aufklärung mit der gebotenen Eile betrieben wird. Eine IT-forensische Sicherung sollte deshalb zügig veranlasst werden, sobald ein konkreter Verdacht besteht. Wann die Frist im Einzelfall läuft, bewerten Sie mit Ihren Beratern.
Können Cloud-Daten und E-Mail-Bestände einbezogen werden?
E-Mail-Bestände bis hin zu ganzen Postfächern sichern und werten wir aus. Liegen Daten nur beim Anbieter, kommt es darauf an, wer den Zugang freigeben kann; in Unternehmen ist das meist schnell geklärt. Schildern Sie uns den Fall, dann sagen wir, was erreichbar ist.
Können Zugriffe auf ein Mail-Archiv nachgewiesen werden?
Oft ja, wenn das System Zugriffe aufzeichnet. Wir sichern Protokolle, Anmeldedaten und Berechtigungen beweissicher und ermitteln, wer wann welche Postfächer oder Archive geöffnet hat. Voraussetzung ist, dass vorher keine Konten gelöscht und keine Protokolle überschrieben wurden.
Was sollten wir nach einem Ransomware-Angriff zuerst tun?
Trennen Sie die betroffenen Systeme vom Netz, lassen Sie sie möglichst eingeschaltet und setzen Sie nichts neu auf, bevor die Spuren gesichert sind. Rufen Sie an, bevor aufgeräumt wird, denn Arbeitsspeicher und Protokolle zeigen oft, wie der Angreifer vorgegangen ist.
Kommen Sie für Server auch ins Unternehmen?
In Ausnahmefällen ja, wenn Server oder ganze IT-Umgebungen gesichert werden müssen. Für einzelne Rechner und Datenträger besprechen wir vorher, wie und auf welchem Weg gesichert wird.
Reicht eine gewöhnliche Dateikopie für ein Gerichtsverfahren?
Besser ist eine forensische Kopie. Über die Prüfsumme und die Dokumentation lässt sich belegen, woher die Daten stammen und dass sie unverändert sind. Eine einfache Dateikopie leistet das nicht und bietet im Streitfall eine Angriffsfläche. Der Mehraufwand ist gering, der Unterschied vor Gericht erheblich.
Was bedeutet Chain of Custody?
Chain of Custody ist der englische Begriff für die Beweismittelkette: die lückenlose Dokumentation, wer ein Gerät oder eine Datenkopie wann übernommen, verwahrt und bearbeitet hat. Bei digitalen Beweisen belegt der Hashwert, eine beim Sichern gebildete Prüfsumme, dass die Kopie dem Original entspricht und seitdem unverändert ist. Lückenlos dokumentiert wird die Kette bei uns dort, wo der Fall es verlangt, vor allem in anspruchsvollen und sensiblen Angelegenheiten.
Wann reicht ein Bericht und wann wird ein Gutachten gebraucht?
Meist reicht der Bericht. Er dokumentiert Funde, Sicherung und Aussagekraft der Befunde, und Kanzleien können direkt damit weiterarbeiten. Ein Gutachten kommt vor allem in Betracht, wenn ein Gericht es anordnet. Sagen Sie es uns früh, dann richten wir die Dokumentation von Beginn an darauf aus.
Vor welchem Gericht wird ein Streit mit einem Düsseldorfer Mitarbeiter verhandelt?
Für Streitigkeiten aus einem Arbeitsverhältnis in Düsseldorf ist in erster Instanz in der Regel das Arbeitsgericht Düsseldorf zuständig. Sein Bezirk umfasst die Stadt Düsseldorf und den Kreis Mettmann ohne Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath; Neuss etwa gehört zum Arbeitsgericht Mönchengladbach. Über die Berufung entscheidet das Landesarbeitsgericht Düsseldorf. Welches Gericht im Einzelfall zuständig ist, klären Sie mit Ihren Beratern; wir sorgen dafür, dass die Sicherung dort trägt.
Was kostet eine IT-forensische Untersuchung?
Der Preis richtet sich nach dem Aufwand: Zahl der Geräte, Art der Sicherung, Verschlüsselung oder Beschädigung und Umfang der Auswertung. Sie erfahren ihn, bevor Sie sich entscheiden, und er steht im schriftlichen Vertrag. Eine pauschale Zahl auf einer Webseite würde Ihrem Fall nicht gerecht.
Arbeiten Sie nur in Düsseldorf?
Nein. Wir arbeiten im gesamten Bundesgebiet, und besprochen wird ohnehin oft am Telefon oder in einer Videokonferenz. Düsseldorf ist der Standort, über den Sie uns für dieses Thema in der Landeshauptstadt und der Region erreichen; am Firmensitz in Bergisch Gladbach wird jeder Fall angesehen, bevor ausgewertet wird.
Allgemeine Informationen zum Stand 9. Oktober 2026. Was bei einem bestimmten Gerät technisch möglich ist, zeigt sich erst bei der Sicherung. Ob eine Untersuchung im Einzelfall zulässig ist, klären Sie bitte mit einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt.