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Verdacht · Rahmen · Beweis

Lohnfortzahlungsbetrug nachweisen

Wirtschaftsdetektei PROOF-MANAGEMENT GmbH

Krank sein und krank gemeldet sein ist nicht dasselbe. Den Unterschied macht das Verhalten.

Für Unternehmen, Behörden und Kommunen klären wir bundesweit den Verdacht auf vorgetäuschte Arbeits­unfähigkeit. Und ebenso, ob er sich ausräumen lässt. Eine Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung hat einen hohen Beweiswert. Erschüttern lässt er sich nur durch Tatsachen, die mit der behaupteten Einschränkung nicht zusammenpassen. Genau die stellen wir fest, oder eben nicht.

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Ass. jur. Paul H. Malberg, Volljurist und ZAD-geprüfter Detektiv, Geschäftsführer der Detektei PROOF-MANAGEMENT

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Sie sprechen während aller detektivischen Maßnahmen unmittelbar mit ihm, nicht mit einer Vermittlungsstelle.

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Unsere Firmenbroschüre

Wer wir sind und wie wir arbeiten, mit Stimmen von Privaten und Unternehmen.

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Was uns auszeichnet

Als einzige Detektei im BVAU

Die PROOF-MANAGEMENT GmbH ist beratendes Fördermitglied des Bundesverbandes der Arbeitsrechtler in Unternehmen.

Beim BVAU nachlesen

Leuchtturm bei Nacht, Sinnbild für das Zitat über die Detektei

Was Kunden über uns sagen

Rückmeldungen unserer Auftraggeber

Aus der Wirtschaft, aus Organisationen und Verbänden sowie von Privatpersonen. „Der Leuchtturm in der Branche der Detekteien“, Zitat eines führenden Wirtschaftsstrafrechtlers über PROOF-MANAGEMENT.

Zu den Referenzen

Richterhammer auf dem Schallblock, Schwarzweißaufnahme

Zum Nachlesen

Urteile zum Lohnfortzahlungsbetrug

Entscheidungen der Arbeitsgerichte zur vorgetäuschten Arbeits­unfähigkeit, auf einer eigenen Seite gesammelt.

Zu den Urteilen

Blick in ein Auditorium während eines Vortrags

Vor Fachpublikum

Vorträge und Fachveranstaltungen

Unter anderem in den Häusern von Deutsche Bahn AG, INFINEON, Allen und Overy, ORRICK, HEUKING KÜHN LÜER WOJTEK, Deutsche Gesellschaft für Personalführung und KLIEMT und VOLLSTÄDT.

Die Vorträge im Einzelnen

Was Sie erwartet

Zu transparenten Kosten

Klar gegliederter Vertrag, ohne versteckte Kosten. Umfang, Vorgehen und Kosten stehen darin, bevor die Arbeit beginnt.

Bevor Sie beauftragen

Ehrliche Einschätzung vor dem Auftrag

Verspricht eine Beobachtung in Ihrem Fall wenig, sagen wir Ihnen das vorher und raten ab. Das heißt nicht, dass Ihr Verdacht unbeachtlich wäre.

Aufgeschlagene Zeitschriftenseite mit dem Titel Krank im System, aktiv im Leben
Neu erschienenZAU 9/2026

Unser Fachbeitrag: Krank im System – aktiv im Leben

In der Zeitschrift für Arbeitsrecht im Unternehmen schreibt Paul H. Malberg über zweifelhafte Krankmeldungen und darüber, warum ein geordneter Prüfungsprozess mehr bringt als Misstrauen.

Worum es im Beitrag geht
Beitrag lesen (PDF)
Der Begriff

Was Lohnfortzahlungsbetrug ist und was nicht

Der Ausdruck ist gebräuchlich, ein eigener Straftatbestand ist er nicht. Gemeint ist die vorgetäuschte Arbeits­unfähigkeit: Entgelt­fortzahlung für Tage, an denen gearbeitet werden konnte.

Arbeitsrecht

Die Verletzung der Arbeitspflicht

Wer sich krank meldet, ohne arbeitsunfähig zu sein, verletzt seine Pflichten aus dem Arbeitsvertrag und bezieht eine Leistung, auf die er keinen Anspruch hat. Der Anspruch auf Entgelt­fortzahlung setzt die Arbeits­unfähigkeit voraus, so steht es im Entgelt­fortzahlungsgesetz.

Für die Reaktion des Arbeitgebers ist zunächst diese Ebene maßgeblich. Sie entscheidet über Kündigung und Rückforderung, unabhängig davon, ob ein Strafgericht sich je damit befasst.

Strafrecht

Wann Betrug in Betracht kommt

Je nach Sachverhalt kommt Betrug nach § 263 StGB in Betracht: über die Arbeits­unfähigkeit wird getäuscht, der Arbeitgeber zahlt Entgelt, das er sonst nicht gezahlt hätte. Ob die Voraussetzungen vorliegen, entscheidet sich am Einzelfall.

Wirkt der Arbeitnehmer auf eine Gefälligkeits­bescheinigung hin, kann das weitere Fragen aufwerfen. Sie richten sich dann auch an den, der sie ausstellt.

Abgrenzung

Arbeitszeitbetrug

Dort geht es um aufgeschriebene Arbeitszeit, die nicht gearbeitet worden ist. Hier geht es um Tage, an denen überhaupt nicht gearbeitet wird, weil eine Arbeits­unfähigkeit behauptet wird.

Zum Arbeitszeitbetrug →

Abgrenzung

Unerlaubte Nebentätigkeit

Eine Nebentätigkeit während der Arbeits­unfähigkeit ist der häufigste Fall, in dem beides zusammenfällt. Sie kann aber auch ohne Krankmeldung unzulässig sein.

Zur unerlaubten Nebentätigkeit →

Der wichtigste Unterschied

Krank heißt nicht bettlägerig

Wer arbeitsunfähig ist, darf einkaufen gehen, spazieren gehen und das Haus verlassen. Entscheidend ist nicht, ob jemand etwas tut, sondern ob das, was er tut, mit der behaupteten Einschränkung unvereinbar ist oder die Genesung verzögert.

Genau darin liegt die Arbeit: nicht Aktivität festzustellen, sondern den Widerspruch.

Gehört Ihr Fall dazu

Was einen Verdacht trägt und was nicht

Nicht jede auffällige Krankmeldung rechtfertigt eine Beobachtung. Auf die Gesamtschau kommt es an.

Das trägt in aller Regel
  • Hinweise aus dem Umfeld. Angaben von Kollegen, Kunden oder Geschäftspartnern.
  • Nebentätigkeit. Der Verdacht einer Beschäftigung während der Arbeitsunfähigkeit.
  • Die angekündigte Krankmeldung. Nach einem Konflikt oder einem abgelehnten Urlaubsantrag.
  • Ein Muster. Wiederkehrende Krankmeldungen zusammen mit weiteren Verdachtsmomenten.
  • Widersprüche. Angaben, die sich mit dem übrigen Sachverhalt nicht vereinbaren lassen.
Das trägt für sich genommen nicht
  • Häufige Krankmeldungen montags oder freitags, ohne dass etwas hinzukommt.
  • Alltägliche Verrichtungen während einer Arbeitsunfähigkeit. Wer erkrankt ist, darf einkaufen gehen.
  • Ein Unbehagen im Betrieb, das sich nicht an Tatsachen festmachen lässt.

Eine Auswahl. Ob Ihr Fall trägt, lässt sich in einem Gespräch meist schnell einordnen.

Die häufigste Stolperfalle

Seit der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erfahren Arbeitgeber nur noch Beginn und Ende der Arbeitsunfähigkeit, nicht aber die Diagnose. Wer nicht weiß, worin die Einschränkung besteht, kann auch schwer beurteilen, welches Verhalten dazu im Widerspruch steht. Ein Spaziergang schließt eine Erkrankung nicht aus.

Das ist der Grund, warum die Frage nach den Erfolgsaussichten an den Anfang gehört und nicht ans Ende. Im Gespräch lässt sich meist schnell einordnen, ob aus dem, was Sie wissen, überhaupt etwas Belastbares werden kann.

Lohnfortzahlungsbetrug ist kein eigener Straftatbestand; je nach Sachverhalt wird er unter § 263 StGB eingeordnet. Ob Feststellungen im Einzelfall verwertbar sind, entscheidet das Gericht. Unsere Aufgabe ist es, sie so zu dokumentieren, dass sie dieser Prüfung standhalten können.

Was uns begegnet

Formen des Lohnfortzahlungsbetrugs

Der Abschnitt oben sagt, was einen Verdacht trägt. Hier steht, worum es dabei in der Praxis geht.

01

Die angekündigte Krankmeldung

„Dann werde ich eben krank.“ Gesagt nach einem abgelehnten Urlaubsantrag, einer Abmahnung oder einem Streit. Wird sie wahr gemacht, ist das der Fall mit der klarsten Ausgangslage.

02

Nebentätigkeit während der Arbeitsunfähigkeit

Gearbeitet wird woanders: im Betrieb eines Angehörigen, im eigenen Gewerbe, auf dem Bau, in der Gastronomie. Der häufigste Fall, der uns erreicht.

03

Der zweite Arbeitgeber

Zwei Arbeitsverhältnisse, eine Krankmeldung. Beim einen wird sich krank gemeldet, beim anderen weitergearbeitet.

04

Die Reise während der Krankschreibung

Eine Reise schließt eine Arbeits­unfähigkeit nicht aus und kann sogar der Genesung dienen. Sie fällt aber auf, wenn sie mit der behaupteten Einschränkung nicht zusammengeht.

05

Das Muster

Wiederkehrende Krankmeldungen an Brückentagen, vor und nach dem Urlaub, montags und freitags. Für sich genommen trägt das nichts. Kommen andere Umstände hinzu, ergibt sich ein Bild.

06

Genesungswidriges Verhalten

Sport, körperliche Arbeit oder Aktivitäten, die mit der behaupteten Einschränkung nicht vereinbar sind. Hier entscheidet der Einzelfall, und hier wird am häufigsten zu schnell geurteilt.

07

Die Krankmeldung im laufenden Konflikt

Nach einer Kündigung, während eines Aufhebungs­gesprächs oder in einem laufenden Verfahren. Auffällig, aber allein noch kein Nachweis.

08

Die Gefälligkeits­bescheinigung

Eine Bescheinigung ohne vorherige Untersuchung oder nach telefonischer Schilderung. Der schwierigste Fall, weil er sich dem Arbeitgeber kaum erschließt.

Eine Auswahl. Keine dieser Formen ist für sich genommen ein Nachweis. Erst das Bild, das mehrere Beobachtungen gemeinsam ergeben, trägt eine Entscheidung.

Der Rahmen

Was der Arbeitgeber darf und was nicht

Die Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung hat einen hohen Beweiswert. Wer ihn erschüttern will, braucht Tatsachen, und er braucht sie auf einem Weg, der vor Gericht Bestand hat.

Erstens

Der Beweiswert und seine Erschütterung

Die Bescheinigung begründet zunächst die Vermutung, dass Arbeits­unfähigkeit bestand. Erschüttern lässt sich das nur durch Tatsachen, die ernsthafte Zweifel begründen.

Erst wenn das gelungen ist, muss der Arbeitnehmer im Einzelnen darlegen, woran er erkrankt war. Vorher nicht.

Zweitens

Ein Anlass muss da sein

Eine Beobachtung setzt einen konkreten, auf Tatsachen gestützten Verdacht gegen eine bestimmte Person voraus. Ein allgemeines Misstrauen genügt nicht, eine auffällige Statistik auch nicht.

Der Anlass gehört vorher festgehalten, nicht hinterher.

Drittens

Das mildere Mittel zuerst

Bei Zweifeln an der Arbeits­unfähigkeit kann der Arbeitgeber über die Krankenkasse eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst verlangen. Das ist der gesetzlich vorgesehene Weg und der schonendere.

Eine Beobachtung kommt in Betracht, wenn dieser Weg nicht weiterführt oder der Verdacht auf etwas zielt, das eine Begutachtung nicht zeigt, etwa eine Nebentätigkeit.

Viertens

Maß, Dauer und Ort

Die Maßnahme ist auf das Notwendige zu begrenzen. Beobachtet wird im öffentlich einsehbaren Raum. Was sich nur mit einem Eingriff in die Wohnung feststellen ließe, wird nicht festgestellt.

Fünftens

Datenschutz und Betriebsrat

Die Verarbeitung von Beschäftigtendaten zur Aufklärung von Straftaten ist an enge Voraussetzungen gebunden. Maßstab sind § 26 BDSG und die Datenschutz-Grundverordnung; die Abwägung gehört dokumentiert.

Bei einer Beobachtung durch Ermittler ist der Betriebsrat in der Regel nicht zu beteiligen. Anders liegt es beim Einsatz technischer Mittel, § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG.

Sechstens

Was im Prozess zählt

Nicht jede rechtswidrig erlangte Erkenntnis ist ohne Weiteres unverwertbar, und nicht jede rechtmäßig erlangte ist ohne Weiteres verwertbar. Entschieden wird das am Einzelfall.

Zum Beweisverwertungsverbot →

Die Darstellung ist allgemein gehalten. Sie ersetzt die Prüfung Ihres Einzelfalls durch Ihre Rechtsabteilung oder Ihren Anwalt nicht.

Worauf es am Anfang ankommt

Vier Dinge, die über das Ergebnis entscheiden

Das meiste, was später nicht mehr zu gebrauchen ist, entsteht in den ersten Tagen.

Erstens

Erst der Sachverhalt, dann der Einsatz

Was im Betrieb ohnehin bekannt ist, sagt oft schon viel: der Verlauf der Krankmeldungen, der Anlass davor, die Hinweise aus der Abteilung. Das sehen wir uns zu Beginn gemeinsam mit Ihnen an.

Zweitens

Der Kreis bleibt klein

Je mehr Personen im Betrieb eingeweiht sind, desto eher ändert sich das Verhalten. Wir arbeiten deshalb mit möglichst wenigen Ansprechpartnern auf Ihrer Seite.

Drittens

Keine eigenen Nachforschungen

Der Anruf beim Nachbarn, der Blick in soziale Netzwerke, die Fahrt an die Wohnanschrift: Was auf diesem Weg entsteht, ist am Ende häufig nicht zu gebrauchen und fällt auf. Die Feststellungen treffen wir.

Wie eine Observation abläuft →

Viertens

Nicht vorschnell konfrontieren

Wer den Mitarbeiter anspricht, bevor etwas feststeht, hat weder ein Ergebnis noch eine zweite Gelegenheit. Was Sie danach entscheiden, ergibt sich aus dem Bericht und nicht aus dem Bauch.

Warum PROOF-MANAGEMENT

Ein Volljurist an der Spitze ist hier kein Detail

Bei der vorgetäuschten Arbeitsunfähigkeit entscheidet nicht der einzelne Tag über das Ergebnis, sondern wie die Beobachtung angelegt ist.

Ass. jur. Paul H. Malberg, Volljurist und ZAD-geprüfter Detektiv, Geschäftsführer der Detektei PROOF-MANAGEMENT Ihr Ansprechpartner Ass. jur. Paul H. Malberg Volljurist und ZAD-geprüfter Detektiv, Geschäftsführer der PROOF-MANAGEMENT GmbH

Seit 2008 begleitet er Unternehmen, Rechtsanwälte und öffentliche Auftraggeber bei der Aufklärung arbeitsrechtlicher Verdachtsfälle. Sie sprechen während aller detektivischen Maßnahmen unmittelbar mit ihm.

Wer eine Ermittlung führt und zugleich weiß, worauf es später ankommt, legt sie von Anfang an anders an. Das ist der praktische Wert dieser Doppelrolle.

Profil und Werdegang →

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Der Rahmen wird vorher besprochen

Bevor etwas beginnt, gehen wir mit Ihnen durch, worum es geht, worauf es ankommt und in welchem Umfang beobachtet wird. Unsere Arbeit entsteht dadurch von Anfang an in einem Rahmen, der später Bestand hat.

Er spricht die Sprache Ihrer Rechtsabteilung

Zwei Staatsexamen und ZAD-Prüfung in einer Person. Arbeitsrechtliche und datenschutzrechtliche Gesichtspunkte sind dadurch von Anfang an im Blick.

Was rechtlich aus unseren Feststellungen folgt, bewerten Sie und Ihre Berater. Dass die Feststellungen tragen, ist unsere Aufgabe.

Als einzige Detektei im BVAU

Aufgrund unseres detektivischen und arbeitsrechtlichen Fachwissens ist die PROOF-MANAGEMENT GmbH beratendes Fördermitglied des Bundesverbandes der Arbeitsrechtler in Unternehmen. Das hat in Deutschland sonst keine Detektei.

Vorträge und Fachveranstaltungen →

Zum Thema gefragt

In den Medien zum Lohnfortzahlungsbetrug

Ein eigener Fachbeitrag und zwei Interviews, in denen es genau um diese Frage geht.

Titelseite des Beitrags Krank im System, aktiv im Leben in der Zeitschrift für Arbeitsrecht im Unternehmen
ZAU, Zeitschrift für Arbeitsrecht im Unternehmen, Ausgabe 9/2026

Unter der Überschrift „Krank im System – aktiv im Leben“ schreibt Paul H. Malberg in der Ausgabe vom 21. September 2026 über zweifelhafte Krankmeldungen und darüber, warum ein geordneter Prüfungsprozess mehr bringt als Misstrauen. Der Beitrag trennt drei Fragen, die im Betrieb oft vermischt werden: die medizinische Beurteilung, die arbeitsrechtliche Bewertung und die tatsächliche Sachverhaltsaufklärung. Dazu die Rechtsprechung zum Beweiswert der Bescheinigung, die Grenzen einer Observation nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 25. Juli 2024 (8 AZR 225/23) und ein Ablauf in fünf Schritten.

Den Beitrag lesen (PDF, 3 Seiten) Die Ausgabe beim Verlag

FOCUS+

Im Beitrag „Wenn die Krankmeldung plötzlich verdächtig wirkt“ wurde Paul H. Malberg zu den rechtlichen und praktischen Voraussetzungen bei Verdacht auf Lohnfortzahlungsbetrug interviewt. Es geht um den erforderlichen Anfangsverdacht, den Beweiswert einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und den Beschäftigtendatenschutz.

Den FOCUS+-Beitrag lesen →

Hessischer Rundfunk

Im Radiointerview bei hr1 stellt er die Rahmenbedingungen zum Nachweis der vorgetäuschten Arbeitsunfähigkeit dar.

Im Radiointerview beim Hessischen Rundfunk

„Nicht jede auffällige Krankmeldung rechtfertigt eine Observation.“Eine Maßnahme muss Ihnen einen konkreten Nutzen bringen. Der besteht nicht zwingend in einer Kündigung. Sie kann einen Verdacht ebenso ausräumen, ein Personalgespräch vorbereiten oder eine unberechtigte Forderung abwehren.

In vier Schritten

Wie wir einen Verdacht aufklären

Damit Sie wissen, was Sie erwartet, bevor Sie anrufen.

Zuerst

Das Gespräch

Sie schildern, was vorliegt. Wir sagen Ihnen, ob der Verdacht trägt und ob eine Beobachtung der richtige Weg ist. Manchmal ist sie es nicht, und dann sagen wir das auch.

Dann

Der Rahmen und der Umfang

Wir besprechen mit Ihnen die Rahmenbedingungen und legen fest, in welchem Umfang und in welchen Zeitfenstern beobachtet wird. Darüber hinaus läuft nichts.

Danach

Der Einsatz

In aller Regel ist das eine Beobachtung im öffentlichen Raum. Sie werden dabei auf dem Laufenden gehalten und entscheiden mit, ob und wie es weitergeht.

Zum Schluss

Der Ermittlungsbericht

Sie erhalten einen umfassenden, chronologisch aufgebauten Bericht. Er hält Tatsachen fest und keine Bewertungen. Angepasst an Ihr berechtigtes Interesse und soweit zulässig und nützlich, gehören Videoaufnahmen oder Fotos dazu.

Wie lange dauert das

Bei einer vorgetäuschten Arbeitsunfähigkeit kommt es darauf an, eine Tätigkeit oder ein Verhalten festzustellen, das mit der behaupteten Einschränkung nicht zusammenpasst. Zwei bis drei Einsatztage sind die Regel, seltener eine Woche. Den Umfang legen wir vorher gemeinsam fest.

Und wenn sich der Verdacht nicht bestätigt

Dann ist auch das ein Ergebnis, und für Ihre Entscheidung oft das wichtigere. Ein ausgeräumter Verdacht beendet eine Verdächtigung, die sonst im Betrieb weiterläuft und das Verhältnis dauerhaft belastet.

Wenn eine Beobachtung in Ihrem Fall wenig verspricht, sagen wir Ihnen das vorher und raten ab. Ein Abraten heißt nicht, dass Ihr Verdacht unbeachtlich wäre. Es heißt, dass Aufwand und erwartbarer Nutzen gerade nicht zusammenpassen.

Nach dem Bericht

Vom Nachweis zur Entscheidung

Ziel ist der klare Nachweis der Tat. Steht er, braucht es den Umweg über den Verdacht nicht. Was dann folgt, entscheidet der Arbeitgeber, in aller Regel gemeinsam mit seiner Rechtsabteilung oder seinem Anwalt.

Der Regelfall

Die fristlose Kündigung als Tatkündigung

Darauf ist die Arbeit gerichtet: die Kündigung stützt sich auf die feststehende Tat, nicht auf einen Verdacht. Eine vorgetäuschte Arbeits­unfähigkeit wiegt regelmäßig so schwer, dass sie in Betracht kommt, unter Umständen auch ohne vorherige Abmahnung.

Eine bestehende Krankmeldung steht der Kündigung übrigens nicht entgegen. Ein Kündigungsverbot während der Krankheit gibt es nicht.

Die Frist

Zwei Wochen ab Kenntnis

Nach § 626 Abs. 2 BGB hat der Kündigungs­berechtigte zwei Wochen Zeit, sobald er die maßgeblichen Tatsachen kennt.

Deshalb ist der Zeitpunkt, zu dem der Bericht vorliegt, von Bedeutung. Wir stimmen ihn mit Ihnen ab.

Die Anhörung

Ein Gespräch ist dafür nicht nötig

Für die Tatkündigung allein bedarf es keines Gesprächs mit dem Mitarbeiter. Ist er überführt, findet es meist auch nicht statt.

Nötig wird die Anhörung erst, wenn hilfsweise auch eine Verdachtskündigung ausgesprochen werden soll.

Nicht das Ziel

Die Verdachtskündigung

Sie kommt nur in Betracht, wenn sich die Tat gerade nicht beweisen lässt. Ihre Voraussetzungen sind hoch, und sie bleibt angreifbar.

Wer belastbare Feststellungen hat, braucht sie nicht.

Urteile zur Verdachtskündigung →

Geld

Entgelt­fortzahlung und Detektivkosten

Bestand keine Arbeits­unfähigkeit, bestand auch kein Anspruch auf Entgelt­fortzahlung. Gezahltes kann zurückgefordert werden.

Auch die Kosten einer Detektei können erstattungsfähig sein, wenn ein konkreter Verdacht bestand und der Mitarbeiter einer vorsätzlichen Pflichtverletzung überführt wird.

Detektivkosten und ihre Erstattung →

Und wenn nicht

Der ausgeräumte Verdacht

Bestätigt sich nichts, ist auch das ein Ergebnis. Es beendet eine Verdächtigung, die sonst im Betrieb weiterläuft, und es schützt den Arbeitgeber vor einer Kündigung, die vor Gericht keinen Bestand hätte.

Ob daneben eine Strafanzeige in Betracht kommt, hängt vom Einzelfall ab. Voraussetzung für die arbeitsrechtliche Entscheidung ist sie nicht. Die Darstellung ist allgemein gehalten und ersetzt die Prüfung Ihres Einzelfalls durch Ihre Rechtsabteilung oder Ihren Anwalt nicht.

Flensburg Kiel Rostock Hamburg Schwerin Bremen Berlin Hannover Magdeburg Münster Cottbus Bielefeld Leipzig Dortmund Kassel Düsseldorf Dresden Erfurt Köln Frankfurt am Main Würzburg Trier Nürnberg Saarbrücken Mannheim Karlsruhe Regensburg Stuttgart Augsburg Passau München Freiburg Konstanz
Wo wir arbeiten

Wo Ihr Fall liegt, entscheidet nicht darüber, ob wir tätig werden. Wir arbeiten im gesamten Bundesgebiet, unabhängig von unseren Standorten.

Zu einer Reihe von Städten haben wir eine eigene Seite mit dem, was uns von dort erreicht, und mit dem zuständigen Arbeitsgericht. Ist Ihre Stadt nicht dabei, ändert das an unserer Arbeit nichts.

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Eine Auswahl unserer Einsatzorte im Überblick →

Verwandte Themen: Arbeitszeitbetrug, unerlaubte Nebentätigkeit und interne Untersuchungen im Unternehmen.

Zum Nachlesen: Urteile zum Lohnfortzahlungsbetrug, Urteile zur Verdachtskündigung, das Beweisverwertungsverbot, Detektivkosten und ihre Erstattung, Presse und Medienberichte und die Erfahrungen unserer Auftraggeber.

Mehr über die Detektei: Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Hamburg, Bergisch Gladbach.

Aus der Praxis

Zwei Fälle, anonymisiert

Zusammengefasst so, dass keine Rückschlüsse auf Beteiligte möglich sind.

Ein Mann mit Gips und Krücken springt vor Freude in die Luft bei schönem Wetter
Vorgetäuschte Arbeitsunfähigkeit, Fiktion und Wirklichkeit. Bild KI-generiert.
Unternehmen

Krankgeschrieben, und der Betrieb lief weiter

Der Anlass

Nach einem abgelehnten Urlaubsantrag folgte eine längere Krankmeldung. Aus dem Kundenkreis kam ein Hinweis, der nicht dazu passte. Ein Unbehagen hätte nicht gereicht, dieser Hinweis zusammen mit dem Anlass schon.

Das Vorgehen

Zuerst die Auswertung dessen, was der Betrieb ohnehin hatte. Danach Feststellungen an wenigen, vorher festgelegten Tagen im öffentlichen Raum. Die Wohnung blieb außen vor.

Das Ergebnis

An zwei Tagen ließ sich eine Tätigkeit feststellen, die mit der gemeldeten Arbeitsunfähigkeit nicht vereinbar war, tagesgenau dokumentiert. An den übrigen Tagen ergab sich nichts, und auch das steht im Bericht.

Kommune

Der Verdacht, der sich nicht bestätigte

Der Anlass

In einem kommunalen Betrieb hielt sich das Gerücht, ein Beschaeftigter arbeite während seiner Arbeitsunfähigkeit anderweitig. Die Verwaltung wollte Klarheit, bevor sie personelle Schritte auch nur erwägt.

Das Vorgehen

Begrenzung auf die Zeitfenster, um die es tatsächlich ging. Der Umfang stand vorher fest, Unbeteiligte blieben außen vor.

Das Ergebnis

Der Verdacht bestätigte sich nicht. Das Gerücht war damit beendet, und die Verwaltung konnte den Vorgang schließen, ohne jemandem Unrecht zu tun. Auch das ist ein Ergebnis.

Zum Nachschlagen

Häufige Fragen zum Lohnfortzahlungsbetrug

Zwölf Fragen, die uns regelmäßig gestellt werden. Zum Aufklappen.

Ist Lohnfortzahlungsbetrug strafbar?

Einen eigenen Straftatbestand gibt es nicht. Je nach Sachverhalt kommt Betrug nach § 263 StGB in Betracht. Unabhängig davon liegt eine Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten vor, und die genügt für die arbeitsrechtliche Reaktion.

Darf ein krankgeschriebener Mitarbeiter einkaufen gehen?

Ja. Wer arbeitsunfähig ist, darf das Haus verlassen, einkaufen und spazieren gehen. Entscheidend ist nicht die Aktivität, sondern ob sie mit der behaupteten Einschränkung unvereinbar ist oder die Genesung verzögert.

Reicht eine auffällige Krankmeldung als Anlass?

Häufige Krankmeldungen montags oder freitags tragen für sich genommen nicht. Es braucht Tatsachen, die hinzukommen: Hinweise aus dem Umfeld, eine angekündigte Krankmeldung, der Verdacht einer Nebentätigkeit, Widersprüche im Sachverhalt.

Was ist mit dem Medizinischen Dienst?

Bei Zweifeln an der Arbeits­unfähigkeit kann der Arbeitgeber über die Krankenkasse eine Begutachtung verlangen. Das ist der gesetzlich vorgesehene und schonendere Weg. Er hilft aber nicht weiter, wenn der Verdacht auf eine Nebentätigkeit zielt.

Wie lange dauert eine Observation?

Bei einer vorgetäuschten Arbeits­unfähigkeit sind zwei bis drei Einsatztage die Regel, seltener eine Woche. Den Umfang legen wir vorher gemeinsam fest.

Wir kennen die Diagnose nicht. Geht das trotzdem?

Seit der elektronischen Bescheinigung erfahren Arbeitgeber nur Beginn und Ende der Arbeits­unfähigkeit. Das macht die Einordnung schwerer, schließt sie aber nicht aus. Deshalb gehört die Frage nach den Aussichten an den Anfang und nicht ans Ende.

Muss der Betriebsrat beteiligt werden?

Bei einer Beobachtung durch Ermittler in der Regel nicht. Anders liegt es beim Einsatz technischer Mittel: technische Einrichtungen, die zur Überwachung geeignet sind, fallen unter § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Die Frage gehört im Einzelfall geprüft.

Wird der Mitarbeiter vorher informiert?

Nein. Eine Beobachtung, die angekündigt wird, führt zu nichts. Die Zulässigkeit richtet sich nach dem Anlass und dem Maß der Maßnahme, nicht nach einer Ankündigung.

Sind die Feststellungen vor Gericht verwertbar?

Das entscheidet das Gericht am Einzelfall. Unsere Aufgabe ist es, so zu arbeiten und so zu dokumentieren, dass die Feststellungen dieser Prüfung standhalten können. Eine Zusage, wie ein Gericht entscheidet, gibt niemand serös ab.

Können wir die Entgelt­fortzahlung zurückfordern?

Bestand keine Arbeits­unfähigkeit, bestand auch kein Anspruch. Gezahltes kann zurückgefordert werden. Unter bestimmten Voraussetzungen sind auch die Kosten der Detektei vom Mitarbeiter zu erstatten.

Was kostet eine Ermittlung?

Das hängt vom Umfang ab. Vor dem Auftrag erhalten Sie ein Angebot, in dem Umfang, Vorgehen und Kosten stehen. Ohne diese Grundlage beginnt keine Arbeit, und versteckte Kosten gibt es nicht.

Arbeiten Sie bundesweit?

Ja. Wir werden von vielen Unternehmen aus ganz Deutschland beauftragt, wenn ein konkreter Verdacht vorliegt, zur möglichst beweissicheren und rechtssicheren Beweiserhebung.

Detektei PROOF-MANAGEMENT GmbH

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Ein Gespräch mit Ass. jur. Paul H. Malberg persönlich und absolut vertraulich genügt. Sie erfahren darin, ob eine Beobachtung der richtige Weg ist, und erhalten anschließend ein Angebot für Ihren Fall. Unabhängig davon, wo er liegt.

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